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Smart Living · 4 Min. Lesezeit

Drei einfache Schritte zu mehr Ruhe an Weihnachten

Tja … Wir wissen alle, was für ein „wunderbares“ Jahr hinter uns liegt. Voller Schrecken, Stress, Angst vor Krankheit, Verlusten aller Art, Isolation und lieben Menschen, die in anderen Ländern und Städten festsaßen. 2020 war für niemanden auf dieser Welt ein leichtes Jahr, aber jetzt neigt es sich dem Ende zu.

Wir wissen es nur zu gut: Es ist alles andere als leicht, in Zeiten einer Pandemie ruhig zu bleiben und sich auf Weihnachten einzustimmen. Aber ein paar kleine Gewohnheiten, zusammengefasst in drei einfachen Schritten, helfen dir, wenigstens ein bisschen Ruhe zu finden und die Feiertage so zu genießen, wie du es verdienst.

Erster Schritt: Weniger Nachrichten

Als ehemalige Journalistin weiß ich nur zu gut, wohin zu viele Nachrichten führen, zumal nach dem Prinzip „Schlechte Nachrichten verbreiten sich schneller und interessieren (weil sie Angst machen) mehr Menschen, also steigen die Quoten“ mindestens 80 % der Medienberichte eher negativ sind. Und als ob das Negative und Schlimme in den Nachrichten nicht schon genug wäre, wird es auch noch kräftig übertrieben. Im schlechten Sinne, versteht sich. So wird aus völlig normalem Schneefall im Dezember in den Nachrichten das „weiße Grauen“, die „Apokalypse“, mit wahrhaft katastrophalen Ausmaßen.

All das Negative, Katastrophe auf Katastrophe in den Nachrichten, hinterlässt bei einem Menschen, der ohnehin schon ängstlich ist, zwangsläufig Spuren.

Wir können nicht kontrollieren, was uns die Medien vorsetzen, aber wir haben es in der Hand, wie viel Zeit wir mit negativen Informationen und an unseren Geräten verbringen. Wenn du also an Weihnachten, an Silvester, an den Feiertagen und auch sonst gelassener sein willst, schränke Nachrichten und soziale Medien so weit ein, wie du kannst. Wir wissen ja alle, wie viele Falschmeldungen aus ungeprüften Quellen auf Facebook kursieren.

Wie das geht? Ganz einfach: Häng nicht ständig am Handy und lies nicht pausenlos Nachrichten. Gönn dir lieber zwei feste Zeiten am Tag, morgens und abends, jeweils eine Stunde, um zu erfahren, was los ist, und dir Sorgen zu machen. Danach kümmerst du dich um deine eigenen Dinge und ignorierst die kleine Stimme, die dir sagt, du sollst zum Handy greifen und nachsehen, „was es Neues gibt“ oder was deine Freunde auf Facebook geteilt haben.

Zweiter Schritt: Sei sanft zu dir und zu anderen und akzeptiere, was du nicht ändern kannst

Nein, in diesem Jahr, gerade jetzt und solange die Pandemie noch andauert, verhält sich niemand normal. Nicht einmal du. Und vielleicht lassen manche deiner Reaktionen, die dir völlig vernünftig vorkommen, andere sprachlos zurück.

2020 sind Stress und Angst ins Unermessliche gestiegen. Deshalb ist jetzt genau der richtige Moment, gut zu dir zu sein, dich weniger zu kritisieren und zu verstehen, dass es völlig normal ist, nicht ganz normal zu sein, am Limit zu sein, unruhig, verzweifelt, niedergeschlagen. Sobald du akzeptierst, dass das kein Wunder ist, und verstehst, dass diese Lage nicht ewig dauert, auch wenn es sich so anfühlt, und dass jeder Mensch auf Stress und Verzweiflung auf seine eigene Weise reagiert, findest du mehr Ruhe.

Wir können nicht kontrollieren, was um uns herum passiert, aber wir haben die volle Kontrolle darüber, wie wir auf die Welt reagieren. Also: Atme durch, freu dich über jeden guten Moment deines Tages, ärgere dich nicht mehr über das, was andere tun, und alles wird gut.

Dritter Schritt: Gönn dir Pausen und Auszeiten

Der dritte Schritt hängt irgendwie mit den beiden vorigen zusammen und dreht sich um deine Kraft, STOPP zu sagen. Sag Stopp zu der Welt, die sich verrückt um dich dreht, zu der Angst und Panik in dir. Halte für ein paar Minuten inne, egal, was du gerade tust, und genieße. Einen warmen, beruhigenden Tee, eine heiße Schokolade, ein Glas Wein und all die kleinen Dinge, die dir ein Tröpfchen Freude schenken.

Kauf dir etwas Schönes, das mit Herz gemacht ist, unterstütze ein lokales Geschäft, schenk jemandem, der verzweifelt ist, mit einem lieben Wort neue Hoffnung, hilf jemandem, der es dringend braucht, reich eine Hand, sei sanft, bleib ruhig und lächle.

Schwere Zeiten formen den Charakter. Halte inne, wenn du nicht mehr kannst, mach eine Pause und geh dann deinen Weg weiter. Unterwegs findest du all die Kraft und Inspiration, die du brauchst. Versprochen 🙂

Geschrieben in der Lullula-Werkstatt in Sibiu.

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